Zentaur
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Der Zentaur oder Kentaur (lateinisch Centaurus) ist ein großes, sehr auffälliges Sternbild des Südhimmels. Es stellt den weisen Cheiron der griechischen Mythologie dar, den Lehrer von Achill und Äskulap.[1][2]
Beschreibung
Das Sternbild Centaurus, wie es mit dem bloßen Auge in Südafrika gesehen werden kann. Unten das (liegende) Kreuz des Südens, das nach links zum Südpol weist.
Der Zentaur ist ein ausgedehntes Sternbild, das sich südlich der Wasserschlange (Hydra) erstreckt. Mit acht Sternen 1. und 2. Größe ist es sehr auffällig. Das Dreieck der Sterne θ, ι und ν Centauri bildet den Kopf, die südlichen Sterne, darunter die hellen Sterne α und Beta Centauri, sollen die Füße des Kentauren, eines Mischwesens – halb Mensch, halb Pferd – darstellen. Diese zwei Sterne 1. Größe bilden mit den vieren im Kreuz des Südens die markanteste Konstellation des gesamten Himmels.
Der Hauptstern α ist das bekannte, sonnennahe Dreifachsystem Alpha Centauri (Rigil Kentaurus). Es besitzt einen kleinen Begleiter, den sonnennächsten Stern Proxima Centauri (auch Alpha Centauri c), der eine Umlaufzeit von mindestens 500.000 Jahren haben soll.[3] Dessen Bahn wird aber wahrscheinlich gestört und nie einen vollen Umlauf um Alpha Centauri A und B vollführen, weil diese mit weiteren Sternen eine Bewegungsgruppe bilden.[4] Der Status Proxima Centauris konnte noch nicht abschließend geklärt werden.
Durch den südlichen Teil zieht sich das Band der Milchstraße. Diese Region ist besonders reich an Sternen und nebligen Objekten. Omega Centauri ist der hellste Kugelsternhaufen am Nachthimmel.
Von Deutschland aus sind nur die nördlichsten Sterne des Zentauren zu sehen, die im Frühjahr tief über den südlichen Horizont ziehen. Im Mittelmeerraum war das Sternbild in der Antike gänzlich zu sehen.
Tags: Zentaur
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| Credits | Von Centaurus_constellation_map.png: Torsten Brongerderivative work: Kxx (talk) - Centaurus_constellation_map.png, CC BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=10827884 |

